3. Jan, 2008
Gerade habe ich bei Heise die Meldung “
Chaotisches Roboter-Lager beschleunigt Auslieferung” durchgelesen. Und ich muss sagen, es beeindruckt mich immer wieder wie Roboter Systeme sich autonom selbst organisieren können. Wie ein Bienenschwarm wuseln auch in diesem Fall eine Menge kleiner oranger Roboter durch eine Lagerhalle und verwalten die Waren auf eine für Menschen chaotisch wirkende Weiße die aber letztendlich viel effektiver ist als ein sauber gegliedertes, von Menschen verwaltetes, System. Ähnliche Prinzipien gab es zwar schon etliche Jahre davor, aber der Unterschied ist meiner Meinung nach dass sich hier die kompletten Regale frei bewegen und je nach Bedarf zu den Paket-Packern und den Lieferanten fahren. Dadurch können die Waren auf einer Seite ins System eingeschleust werden und auf der anderen Seite kommen sie bei Bedarf wieder heraus, ohne das es jemanden interessieren muss wie und was die Roboter da jetzt genau machen (->
Black Box Prinzip?).
Allerdings muss man Anmerken das
die Ludolfs dem System auch sehr nahe kommen und das gänzlich ohne Computer-Unterstützung
29. Dez, 2007
Da meine Zeit, wie immer, etwas rar ist und ich keine Zeit für
ausführliche Artikel habe, dokumentiere ich hier einige
interessante Links und Neuigkeiten in Kurzform:
- Internet /
News
- Online Umfragen sind
ja nichts neues aber Projekt Ask
500 People hat die Idee neu aufgegriffen
und wirklich sehr schön umgesetzt. Dabei werden Besuchern in
bestimmten vorgegebenen Zeitabständen, von
der Community dahinter ausgewählte, Fragen gestellt. Die
Antworten werden danach live auf einer
Google Maps Karte präsentiert wodurch man genau sehen kann wie
die Meinungen in den verschiedenen
Ländern und Kontinenten auseinander gehen. Irgendwie erinnert
mich das Projekt auch irgendwie
an den “Everybody Votes Channel” den es auf der Wii-Konsole gibt
;-)
- Wer einen neuen,
schicken Bildschirmschoner
sucht um bei den Kollegen anzugeben wird in diesem
Artikel im Smashing Magazine sicher
fündig.
- Ob die Idee neu ist
weiß ich nicht, aber eine freie
Rezeptdatenbank
im Wikipedia-Stil
aufzumachen halte ich für eine gute Idee. Vielleicht kann ich
mein Koch-Wissen, das momentan nicht über die
Tiefkühlpizza hinausgeht, dadurch endlich mal weiterbilden
;-)
- BTW,
ROFL,
RTFM,
1337,
OMG?
Im Urban
Dictionary könnt Ihr herausfinden was
die Abkürzungen wirklich bedeuten. Das ist
manchmal ganz hilfreich ;-)
- Eigentlich
gehöre ich ja der Headbanger
Fraktion an, aber den Guide to Electronic Music
von Ishkur
finde ich echt Klasse. Der Guide besteht aus einer mit Flash gemachten
dynamischen
Karte auf der nicht nur alle der elektronischen Musik zugeordneten Musikgenres
vertreten
sind sondern auch einige mehr. Außerdem sind die Genres
miteinander verbunden und Gruppiert
so das man sieht was voneinander abstammt. Und dann gibt es noch
Musikbeispiele und Beschreibungen
zu jedem Genre. Echt interessant!
- Eine nette Idee
hatte der Autor der Webseite One Sentence.
Frei nach dem
Motto “True stories,
told in one sentence.” geht es darum wahre Geschichten in einem Satz
zu erzählen. Und bei den ganzen Informationsflut die im
Internet über
einen herein prasselt ist dise kürze zwischendurch sehr
erfrischend. Jetzt fehlt
nur noch das deutsche Pendant dazu.
- Nun gibt es endlich
das Gegenstück zu den Wegwerfemails,
nämlich Wegwerf-Telefonnummern.
Das Prinzip ist das gleiche, man erstellt sich eine temporäre
Telefonnummer die nur eine
bestimmte Zeit lang aktiv ist, wer auf dieser Nummer anruft wird an die
eigentliche
Nummer weitergeleitet bzw. weiter verbunden. Und nach dem festgelegten
Zeitraum wird die Weiterleitung dann gelöscht. Dadurch
erfährt der Anrufer nie die wirkliche Telefonnummer. Das ganze
gibt
es jetzt nicht nur für Amerika
sondern, wie ich nach kurzer Recherche herausfand, auch für Deutschland.
Aber schaut euch vor
der Verwendung erst mal die AGBs durch oder informiert euch bei
Suchmaschinen über die seriösität der
Dienste.
- Wie Warez Seiten
Einfluss auf die Popularität von Filmen oder
anderen illegal zum Download angebotenen Produkten haben
können sieht man an der
Meldung die letztens bei gulli.com
zu lesen war. Vielleicht gibt es ja bald gezielte Marketing-Aktionen
auf
Warez-Seiten — Wer weiß
- Design &
Kreatives
- Wenn dein
Büro, so wie auf diesen
Bildern aussieht, dann
hast du es geschafft ;-)
- Bei iStockphoto gibt
es jede Woche ein Bild
und eine Vektorgrafik
(Vektor?)
kostenlos und lizenzfrei für
die eigene Homepage oder sonstige Zwecke. Allerdings muss man sich,
soweit ich weiß, dort anmelden.
- Warum Sprechblasen im
Logo langsam wirklich total out sind könnt
Ihr im Blog-Artikel
von Trevor Elliott nachlesen. Mir ist davor auch
noch nie aufgefallen wie viele Logos es mit Sprechblasen gibt
;-)
- Web-Entwicklung
- Mit Google kann
man jetzt seit neustem, über eine WebAPI, Diagramme
kostenlos erstellen. Sehr cool :-)
- Technik
- Es gibt
tatsächlich Menschen die sind so intelligent das Sie
einfach mal aus Lust und Laune heraus einen eigenen CPU
komplett selber bauen. Und weil ein CPU alleine ja
irgendwie langweilig ist muss
man sich dann natürlich noch eine Grafikkarte dazu bauen und
ein Betriebssystem inkl. Entwicklungsumgebung entwickeln. Wer mehr dazu
sehen und lesen will sollte sich die Homepage
des Autors anschauen. Aufgeschnappt im /dev/radio.
- Wer gerne bastelt
und kreative
Ideen und Anleitungen sucht der ist bei instructables.com
gut aufgehoben. Ein sehr schickes und gut gemachtes
Web-Projekt.
- Wie man den Firefox
auf Diät setzt damit er nicht den ganzen leckeren
Speicher wegfrisst kann man im Think
Techno Blog nachlesen (leider
nur in Englisch).
- Programmierung
- “In der Programmierung
gilt Sicherheit oft als ein von Schamanen betriebenes und mit
Zauberkraft gesichertes Geheimnis.” - Grundlagen
der sicheren Programmierung.
Ein Vortrag dessen Beschreibung so beginnt sollte man unbedingt mal
durchlesen
Das Thema wird sowieso von zu vielen Leuten nicht wirklich ernst
genommen.
- Zum schmunzeln
6. Dez, 2007
Auf den Wunsch eines Blog-Lesers hin, habe ich heute das Kommentarsystem
das ich ursprünglich für mein
Code snippets Projekt entwickelt hatte, noch einmal
überarbeitet und als Paket zusammengefasst.
Ich denke dass, das die Library jetzt so flexibel ist das man
Sie auch für andere Projekte ohne größere Probleme benützen kann.
Das komplette Modul besteht jetzt aus nur einer Klasse die nur mit ein paar
Variablen gefüttert werden muss und dann einfach funktionieren sollte.
Das ist zwar wahrscheinlich nicht OOP konform - aber was soll’s
Download und ein paar zusätzliche englischsprachige Informationen gibt es
auf der eigens dafür eingerichteten
Projektseite.
Und danke Volker, für dein Interesse. Zwar habe ich es leider noch nicht hin bekommen ein
Admin-Interface dafür zu entwickeln (da ich selber keins brauche) aber ich
hoffe damit kannst du erst mal was anfangen
Hmm, ich hoffe nur das sich den Quelltext jetzt kein Spam-Bot Entwickler herrunterlädt. Naja ich bin ja
kreativ in der Spam-Bekämpfung, ich hab da schon einige Ideen
…
15. Nov, 2007
Letztens las ich einen
interessanten Kommentar zu
einem Blog Eintrag bei
Ajaxian bezüglich der starken Verbreitung von
Komponenten Bibliotheken bzw.
Web-Frameworks (wie z.B.
YUI,
TIBCO,
usw.):
Dion meinte dazu:
Manchmal fühle ich mich ein bisschen schlecht wenn sich die Leute hier und da
über eine neue Komponente freuen, wenn im Gegensatz dazu schon hunderte davon
in Frameworks wie TBCO, Backbase oder
Oracle ADF
stecken
Nun gut, hier sind 10 Gründe, warum Dion sich deshalb nicht so schlecht fühlen sollte
- HTML ist besser als ein eigene
Markup
Sprache. Das trifft vor allem dann zu wenn das eigene Markup sowieso auf
XML
basiert, was ja meistens der Fall ist. Einige unter uns bevorzugen
wahrscheinlich auch ein Markup das sich über eine eindeutig definierte
Schnittstelle (z.B. über
CSS) nur dann „einklinkt“ wenn man es auch wirklich benötigt.
- Meine handverlesenen
Komponenten sind schneller geladen und werden schneller ausgeführt. Wie Dion
bereits erwähnte umfassen manche der Frameworks hunderte von Komponenten.
Schön und gut, aber der Nachteil daran ist das man die nicht benötigten,
überflüssigen Komponenten nicht so einfach entfernen kann ohne gleich die ganze
Stabilität des Frameworks zu beeinflussen. Des Weiteren, unterscheidet sich die
Qualität der Umsetzung speziell im Bereich der Performance manchmal erheblich.
Sorry, aber meine Webseiten sollten auch bei einer etwas langsameren DSL Leitung
noch schnell laden.
-
Desktop ähnliche Oberflächen waren in den 90’er Jahren in. Wir sollten deshalb nicht weiter versuchen Web-Anwendungen wie Desktop-Anwendungen aussehen
zu lassen. Außerdem sind viele der neuen Richtlinien (Guidelines), die sich in letzter Zeit
für die Web-Entwicklung herausgebildet haben, denen der Desktop-Oberflächen weit
überlegen. Macht also einen Schritt vorwärts und nicht einen zurück.
-
Ich will nicht deine
Entwicklungsumgebung (IDE) benützen. Ich hab bereits meine eigene. Und
Eclipse ist zwar viel besser als eine
proprietäre IDE aber manche von uns
wollen Sie trotzdem nicht benützen. Zusammenfassend will ich damit sagen, wenn
dein Framework eine bestimmte IDE erwartet ist das ein Problem für mich.
-
Ich benötige keinen tollen Drag and Drop GUI Builder. Das ist zu viel des Guten. Ich arbeite nun
schon seit etlichen Jahren mit HTML, es ist simpel und das meiste erstelle ich
sowieso aus Vorlagen. Ich will meine Oberfläche selber definieren können und
deine Bibliothek nur dann einbinden wenn sie benötigt wird.
-
Das KISS-Prinzip (Halte
es einfach) gilt immer noch für Web-Anwendungen obwohl manche denken
unbedingt ein „super auto sorting filtering live editing grid“ haben zu müssen.
Aber die meisten brauchen so etwas nicht. Manchmal ist eine einfache Liste mit
ein paar übersichtlichen Optionen für das Bearbeiten einfach besser. Den Erfolg
dieser Herangehensweise kann man auch an bekannten Web-Anwendungen (z.B.
Flickr oder
YouTube, usw.) sehen.
-
Die Richtlinien für die Web-Entwicklung sind noch nicht ausgereift.
Manchmal denke ich wir sind erst am Anfang. Dabei haben einige Bibliotheken
bereits großartiges Design das den aktuellen „best practices“ (siehe
Prototype)
folgt, allerdings gibt es auch andere die schon veraltet sind bevor sie
überhaupt veröffentlicht werden.
Selectors sind hier ein gutes Beispiel, denn dank der relativ neuen und schnellen CSS3 Umsetzung haben sich diese zu einer
mächtigen Methode entwickelt um Objekte und Events an HTML zu binden. Das hat
die „best practices“ für den Umgang mit dem DOM dramatisch verändert.
-
„Sehr schön, aber wir haben bereits eine.“ Wie bereits erwähnt benötige ich nicht alle deine
Komponenten und ich will auch nicht deinen kompletten Framework-Kern dafür
einbinden müssen. Selectors sind da wieder ein gutes Beispiel. Mit der Umsetzung
der Selectors in Prototype bin ich sehr zufrieden, deshalb will ich keine zweite
laden müssen, aber ich kann deine Implementation nicht einfach entfernen ohne
dass dein Web-Framework „kaputt“ geht.
-
Sich an Standard halten
ist gut. Danke dass Ihr mich vor HTML, CSS und JavaScript „beschützen“ wollt
aber irgendwie kann ich mich mit der Tatsache das der Code, den ich schreibe,
von der weiteren Unterstützung der von der Community abhängt nicht anfreunden.
Du könntest zum Beispiel in ein oder zwei Jahren entscheiden dass dir
Web-Anwendungen nicht mehr so wichtig sind. Sicher — du hast deine Bibliothek
als Open Source veröffentlicht, aber wer treibt die Entwicklung voran wenn du
nicht mehr dabei bist?
- Dein Framework hat immer noch keinen WYSIWYG HTML Editor!? So ziemlich alles was du machen kannst, kann ich besser (mit der Hilfe von vielen
talentierten Open Source Entwicklern da draußen). Aber da sind immer noch ein
paar Dinge die du wahrscheinlich besser machen könntest, aber du tust es nicht.
Also warum sollte es mich kümmern?
Ich würde gerne wissen ob es da draußen irgendein Web-Framework gibt auf das nur
sieben von diesen zehn Punkten zutreffen? Allerdings muss ich auch zugeben dass
ich nicht jede Bibliothek genau getestet habe und nach einer Weile wird man
schon etwas zynisch. Zudem weiß man ja nie wann eine
Framework einen Quantensprung macht. Aber momentan halte ich meine Lösung für
einen guten Weg.
Mein Kommentar:
Also ich finde Dan’s Artikel toll, er beschreibt einige Probleme mit größeren
Web-Frameworks die bei der üblichen Euphorie unter den Tisch fallen. Ich will allerdings
keineswegs alles schlecht reden, denn ein gutes Framework kann einem allemal sehr viel Arbeit ersparen.
Am besten man beschäftigt sich erstmal mit der Materie bevor man überstürzt eine Entscheidung trifft. Und letztendlich muss dann jeder für sich selbst entscheiden wie er dazu steht

(Ha! da bin ich mal wieder fein raus *g*)
Jonas